• Rüstung (Nimaitachidō tōsei gusoku) Photo: Brad Flowers

Auftraggeber: Bernisches Historisches Museum, Schweiz

Fläche: 1200 qm

Leistungen: Gestaltungskonzept und Szenografie. Detailplanung und Produktionsvorbereitung für die Ausstellungsarchitektur und -grafik.

Status: Eröffnung November 2021 in Bern

Die Geschichte der Samurai geht zurück ins 12. Jahrhundert, als diese sich von Dienern und einfachen Fusssoldaten des Kaisers zur regierenden Schicht entwickelten. Zu Beginn als Barbaren verhöhnt, zeigten sie sich schon bald als exzellente Schwertkämpfer und Bogenschützen. Sie entwickelten mit der Zeit einen strengen Ehren- und Sittenkodex, der bereits im frühen Alter erlernt werden musste. Die kunstvoll gefertigten Rüstungen gehörten zu ihrem Markenzeichen, das Tragen der geweihten Schwerter war ihr Privileg. Bis zur Öffnung Japans gegenüber dem Westen in der Mitte des 19. Jahrhunderts prägten die Samurai die Geschichte des Landes.

Die Faszination der Samurai und ihrer Rüstungen und Waffen wirkt bis heute und weckt bei vielen Menschen Emotionen. Einerseits sind es Eigenschaften wie Mut, Gehorsam und Treue, die mit den Samurai verbunden werden, andererseits die beeindruckende Ästhetik der Rüstungen und Waffen.

Das Ehepaar Ann und Gabriel Barbier-Müller aus Dallas, Texas, besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Rüstungen, Helmen, Masken und Pferde-Ausrüstungen der Samurai aus der Zeit vom 7. bis ins 19. Jahrhundert. In der Sammlung des Bernischen Historischen Museums befinden sich demgegenüber Waffen und Waffenbestandteile aus der Samurai-Zeit von internationaler Bedeutung.

Die Ausstellung «MYTHOS SAMURAI» zeigt die Höhepunkte beider Bestände. Sie kann damit nicht nur ein einmaliges visuell-ästhetisches Erlebnis bieten, sondern entwirft gleichzeitig ein vielfältiges und facettenreiches Panorama der Zeit der Samurai und damit der Geschichte Japans vom 12. bis ins 19. Jahrhundert.