• Prolog. Einführung in das Thema. Über der Japankarte hängen verschiedene kulinarisch interessante Objekte.

  • Eine horizontal inszenierte Wasserebene trennt die beiden Themen/Grundnahrungsmittel Reis und Fisch im Raum

  • Bereich Nahrung aus dem Meer (unter Wasser) mit Fisch-Hands-On Station

  • Bereich Nahrung aus dem Meer (unter Wasser)

  • Bereich "Zubereitung und Verzehr" und Küche heute.

  • Bereich "Zubreitung und Verzehr" mit interaktiven Stationen

  • Bereich "Zubreitung und Verzehr". Wie isst man mit Stäbchen !

  • Reise-Bento als Übergang zwischen zu Hause und Unterwegs

  • Bereich "Picknick". Kirschblütenhimmel

„Oishii!“ – „Es schmeckt mir!“ – ist das in Japan wohl geläufigste Wort, um Essen zu beschreiben. Es ist Ausdruck des kulinarischen Geschmacks, der eng an die soziale und kulturelle Identität des Essenden gebunden ist. Denn Essen ist weit mehr als Ernährung. Es ist ein „soziales Totalphänomen“, das mit allen Bereichen des menschlichen Lebens verbunden ist und den Blick auf verschiedene Aspekte einer Kultur und Gesellschaft ermöglicht.

Das Ausstellungskonzept greift Stilelemente der japanischen Gestaltung auf und entwickelt daraus unterschiedliche, thematisch inszenierte Raumbilder. Der narrative Ausstellungsparcours führt den Besucher auf einer Fläche von über 950 qm von einem einführenden Prolog über verschiedene Bereiche wie Grundnahrungsmittel, Zubereitung und Verzehr, Essen unterwegs und dem Picknick bis hin zur traditionellen Teezeremonie.

Der Prolog zeigt Nahrungsmittel, die als »Cutouts« über einer begehbaren Japankarte schweben und Anbaugebiete oder Herstellungsorte markieren, bekannte und unbekannte Geschichten rund um das Thema Essen.

Im doppelstöckiger Luftraum, der die zwei Raumebenen miteinander verbindet,  inszeniert eine schwebende textile Wasseroberfläche atmosphärisch eine Über- und Unterwasserwelt. Der Besucher lernt zuerst die »Grundnahrungsmittel – Reis und Fisch« kennen, über deren Herkunft er bei seinem Weg hinunter ins Meer, wissenswertes erfährt.

Eben noch draußen in der Natur, gelangt der Besucher anschließend in einen aus typisch japanischen „Shoji-Wänden“ konstruierten Innenraum.  Im Zentrum stehen hier Aspekte von „Zubereitung und Verzehr“ der japanischer Esskultur. Beim Durchschreiten der vier kleinen Kabinette, die Esszimmer- und Küchensituationen nachbilden, erlebt der Besucher Esskultur zwischen Tradition und heutiger, westlich geprägter Realität. Dabei greifen große, schwarz-weiße Illustrationen Elemente japanischer Bildsprache auf und schaffen raumbildende Interieurs auf kleinstem Raum.

Im nachfolgenden Bereich stehen sich eine historische und eine gegenwärtige Picknickszene gegenüber. Ein Kirschblütenhimmel aus mehr als 200 abgehängten Ästen schafft passend dazu eine Atmosphäre frühlingshaft-poetischer Leichtigkeit, die mit den Bildsujets korrespondiert.

Ein besonders Highlight erwartet die Besucher am Ende ihres Ausstellungsrundgangs, wo sie einer virtuellen Teezeremonie, beiwohnen. Als Grundform des Teehauses dient die kleinstmögliche Raumeinheit „yo-jou-han“, die mit 4,5 Tatami Matten ausgelegt und bedrucktem Textil bespannt ist. Die Besucher nehmen im Zentrum Platz und erleben das Ritual der Teezeremonie, das von einer Geisha durchgeführt wird als filmische Installation, deren Bilder auf die transluzenten Wände des „yo-jou-han“ projiziert werden.

Auftraggeber: Linden-Museum, Stuttgart

Leistung: Gestaltungskonzept und Szenografie für Architektur, Medien und Grafik. Detailplanung, Ausschreibung  und Bauleitung. Leistungsphasen 1-8 nach HOAI

Grafik/Kommunikationsmittel: Attraktive Grautöne, Stuttgart

Status: Eröffnung seit 15. Oktober 2016

Verfahren: Geladener Wettbewerb

Auftraggeber: Linden-Museum, Stuttgart

Leistung: Gestaltungskonzept und Szenografie für Architektur, Medien und Grafik. Detailplanung, Ausschreibung  und Bauleitung. Leistungsphasen 1-8 nach HOAI

Grafik/Kommunikationsmittel: Attraktive Grautöne, Stuttgart

Status: Eröffnung seit 15. Oktober 2016

Verfahren: Geladener Wettbewerb